Magie, Geheimnisse & ein Hauch Chaos!
Tauche ein in die Urban Fantasy-Welt von GLYN – mit frechen Feen, cleveren Hexen und einem Abenteuer, das Grenzen sprengt. Bereit für eine Reise in die Anderswelt?
Es ist mal wieder Zeit für einen Rundumschlag. Hinter den Kulissen ist einiges passiert: Ich habe das Manuskript für mein nächstes Verlagsbuch beendet, mich direkt in ein anderes Projekt gestürzt, einen eher ernüchternden Kindle Deal hinter mir und außerdem habe ich die Zusage, dass ich 2027 wieder beim Seitenzauber Buchmesse dabei sein darf.
Einen genauen Plan für alles habe ich selbstverständlich nicht. Aber Pläne werden ohnehin überschätzt.
Ich werde 2027 wieder beim Seitenzauber dabei sein.
Wie mein Auftritt dort genau aussehen wird, weiß ich noch nicht. Sicher ist bisher nur: Mein Tisch wird wieder überschaubare 1,20 × 0,75 Meter groß sein. Welche Bücher darauf Platz finden, wie ich ihn gestalte und ob ich mir eine besondere Aktion einfallen lasse, wird sich noch zeigen. Zumindest versuche ich diesmal, mir die Tischgröße bis zur Planung zu merken. 😉
Rein theoretisch bedeutet das, dass ich frühzeitig und vollkommen entspannt mit der Planung beginnen könnte, immerhin habe ich eine Buchmessen-Checkliste. Praktisch bedeutet es vermutlich, dass ich erst einmal andere Dinge erledige wie etwa die Arbeit am nächsten Buch.
Denn mit etwas Glück beziehungsweise einem günstig gelegenen Releasetermin kann ich zur Seitenzauber bereits ein neues Verlagsbuch präsentieren.
26. September 2026 – FrankenBuch (Nürnberg)
14. März 2027 – Büchenbacher Buchwelt (Büchenbach b. Roth)
29. Mai 2027 – Seitenzauber Buchmesse (Ingolstadt)
In meinem vorherigen Beitrag habe ich darüber geschrieben, warum Schreibvorsätze so oft am Alltag scheitern. Passenderweise habe ich auch das Manuskript zu FB auf eine Weise beendet, die ziemlich gut zu diesem Thema passt.
Ich habe vor allem an den Wochenenden geschrieben und außerdem dann, wenn genügend Zeit, Energie (dazu später mehr) und Inspiration gleichzeitig anwesend waren. Diese drei Faktoren treffen sich bei mir leider seltener, als man hoffen könnte. Zusätzlich habe ich im Juli eine Woche Urlaub genutzt, um das Manuskript abzuschließen.
Es war also keine tägliche Schreibroutine mit einem festen Wortziel und einem sorgfältig ausgearbeiteten Stundenplan. Es war eher eine Mischung aus regelmäßigen Zeitfenstern, spontanen produktiven Phasen und einer konzentrierten Schlussrunde.
Aber es hat funktioniert. Inzwischen sind alle 38 Kapitel geschrieben. Dazu kommt noch ein Ausblick, Epilog, whatever, den ich allerdings eher als optional betrachte.
Und das ist vermutlich das wichtigste Qualitätsmerkmal einer Schreibmethode: Sie muss nicht besonders beeindruckend klingen. Sie muss nur dazu führen, dass der Text irgendwann fertig wird.
Ganz nach Plan lief es trotzdem nicht. Für das Exposé hatte ich natürlich eine Schätzung zum voraussichtlichen Umfang des Manuskripts abgegeben. Aktuell liege ich ungefähr 5.000 Wörter darüber. Das ist vermutlich keine Katastrophe, immerhin ist es deutlich weniger als bei meinen Fantasybüchern. Die Schätzungen sind aber etwas, wo ich persönlich besser werden möchte; vor allem im Bezug auf meine Selfpublishing-Karriere. Jedes Wort mehr braucht Zeit, um es geschrieben zu haben, und es zieht natürlich auch Kosten nach sich, die ich als Selfpublisherin natürlich reduzieren möchte.
Aber es steht die eigentliche Überarbeitung noch aus. Mal sehen, wie viel sich allein durch gestrichene Füllwörter, Wiederholungen und andere sprachliche Polster wieder einsparen lässt oder was das Lektorat rausholt. Vielleicht landet FB am Ende also doch noch näher an meiner Schätzung. Ich sollte es also überarbeiten, aber …
Zum Schreiben gehört tatsächlich nicht nur, irgendwo ein freies Zeitfenster im Kalender zu finden. Man muss sich auch fit genug fühlen, um dieses Zeitfenster tatsächlich nutzen zu können.
Das war bei mir in den vergangenen Monaten nicht unbedingt der Fall. Ich war seit dem Jahreswechsel ständig müde (gut, vorher auch). Zunächst lässt sich so etwas noch recht bequem als Wintermüdigkeit abheften, aber irgendwann funktioniert diese Erklärung allerdings nicht mehr – besonders dann nicht, wenn andere Beschwerden dazukommen.
Ich habe deshalb einen ohnehin anstehenden Arztbesuch genutzt, um meine Blutwerte überprüfen zu lassen. Das Ergebnis hat mich nicht besonders überrascht: ein deutlicher Vitamin-D-Mangel und außerdem Eisenmangel. Beides passt schließlich ziemlich gut zu den Beschwerden und ein Mangel dieser Art ist nun nicht gerade selten in den hiesigen Breitengraden.
Nun soll zunächst mit Tropfen bei Vitamin D gegengesteuert werden. Eisentabletten vertrage ich leider überhaupt nicht. Bevor andere Maßnahmen notwendig werden, werde ich deshalb wohl häufiger auf Steak bestehen.
Für meinen Schreiballtag erklärt das Ergebnis zumindest einiges. Freie Zeit ist eben nicht automatisch nutzbare Schreibzeit. Man kann theoretisch Zeit haben und praktisch trotzdem zu erschöpft sein, um sich zu konzentrieren.
Aber keine Sorge: Damit war es das auch schon mit dem gesundheitlichen Exkurs. Eine fortlaufende Dokumentation meiner Befindlichkeiten wird daraus nicht 😉
Wie nach jedem (vorläufigen) Ende eines Projekts steht natürlich die Frage im Raum, mit was man danach weitermacht. Das nächste GLYN-Buch? Ein weiterer Roadtrip-Roman? Ein Folgeprojekt für FB? Ideen gibt es in der Schublade mehr als genug.
Ich habe mich für etwas ganz anderes entschieden. Anstatt mich sofort an die Überarbeitung von FB zu setzen, habe ich zunächst ein anderes Projekt hervorgeholt: Eine kleine Weihnachtsgeschichte (EKW).
Ziel ist es, den Text zu überarbeiten, die fehlenden Kapitel zu schreiben und nach Möglichkeit noch dieses Jahr – zu Weihnachten – herausbringen.
Eines vorweg: Der Text stammt aus dem Jahr 2019.
Es ist wirklich interessant, einen mehrere Jahre alten eigenen Text zu lesen und dabei zu sehen, wie sehr sich der eigene Schreibstil verändert hat. Wobei ich dazu sagen muss: Vollständig anders schreibe ich heute nicht, meine Schreibstimme ist ziemlich eindeutig (Zitat verschiedene Testleser: „typisch Catrina“). Ich habe schon damals sehr dialoggetrieben geschrieben, und auch viele andere Grundzüge, wie etwa die etwas anstrengenden Charaktere, sind geblieben.
Aber andere Dinge – vor allem sprachliche Schwächen – fallen mir heute sofort auf. Vor allem die von mir so genannten erklärenden Nachsätze sind deutlich weniger geworden. Gemeint sind Sätze, in denen nach einem Dialog oder einer Handlung noch einmal erklärt wird, was die Leser:innen eigentlich gerade selbst verstanden haben sollten. Es ist wie ein kleiner Erklärbär, der sicherheitshalber hinter dem Text herläuft und alles noch einmal zusammenfasst.
Davon gibt es auch in meinen heutigen Texten stellenweise noch zu viele. Aber 2019 war der Erklärbär offenbar deutlich größer, ausdauernder und vermutlich fest angestellt.
Außerdem habe ich damals manche Formulierungen regelrecht exzessiv verwendet. Wenn mir eine Wendung gefiel, durfte sie offenbar nicht nur einmal im Text vorkommen, sondern gefühlt in jedem zweiten Absatz.
Glücklicherweise weiß ich durch die Lektorate der GLYN-Bücher bei Claudia Sternat inzwischen ganz gut, wo einige meiner sprachlichen Schwächen liegen. Vom Dativ abgesehen, das ist vermutlich hoffnungslos.
Beim Überarbeiten des alten Textes merke ich jedenfalls, wie viel ich aus diesen Lektoraten mitgenommen habe. Viele Stellen, über die ich früher wahrscheinlich einfach hinweggegangen wäre – ja, die ich vielleicht sogar früher als besonders gelungen beurteilt hätte (und dafür schäme ich mich echt) –, fallen mir heute direkt auf. Dadurch komme ich mit der Umarbeitung erstaunlich gut voran.
Bei dem Projekt handelt es sich um eine Weihnachtsgeschichte, die ich ursprünglich für eine Challenge bei Carlsen begonnen hatte.
Weil ich damals offenbar ziemlich im Flow war, sind 19 der geplanten 24 Kapitel bereits geschrieben. Ja, richtig gelesen – genau 24 Kapitel. Ich war so unglaublich kreativ und habe es als „Adventskalenderbuch“ angelegt. Die Geschichte ist also nicht nur geplant, sondern zu einem großen Teil bereits vorhanden.
Diese 19 Kapitel möchte ich nun auf den Stand der heutigen Catrina bringen.
Das bedeutet unter anderem:
erklärende Nachsätze streichen,
mehrfach verwendete Lieblingsformulierungen ausdünnen,
sprachlich holprige Stellen glätten,
und (heutzutage) Gewagtes etwas entschärfen
Die fünf fehlenden Kapitel sollten sich anschließend eigentlich relativ schnell herunterschreiben lassen. Schließlich ist die gesamte Geschichte bereits geplant.
Was kann da schon schiefgehen?
Diese Frage lasse ich vorsichtshalber unbeantwortet. Ich verrate euch aber schon einmal, dass ich aktuell nach einer Illustratorin oder einem Illustrator suche, die oder der zwei Figuren für meine Coveridee umsetzen kann. Und ich ahne, dass genau das am Ende das größte Problem werden könnte.
Eine weitere Besonderheit ist der Zeitraum der Geschichte: Sie spielt nicht in der Gegenwart, sondern vor (inzwischen) rund 14 Jahren.
Das macht sie natürlich noch nicht zu einem historischen Roman. Trotzdem muss ich an einigen Stellen wieder genauer recherchieren, weil sich selbst in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum viele alltägliche Dinge verändert haben, und ich schlichtweg einfach vieles schon vergessen habe.
Welche Smartphones waren damals verbreitet? Welche Apps wurden bereits genutzt? Welche technischen Geräte gab es schon? Was war selbstverständlich und was noch nicht?
Solche Details wirken oft nebensächlich, können einen Text aber schnell unglaubwürdig machen, wenn sie nicht zum Zeitraum passen. Zum Beispiel spielt das Thema Festnetztelefon auch eine Rolle, bei der ich mir noch was überlegen muss, weil in den Notizen steht dazu nichts. Oder hat Heute-Catrina etwa ein Plothole der Vergangenheits-Catrina aufgedeckt? Würde ich nicht ausschließen.
Allerdings ist das ein Fakt meiner Geschichten: Sie spielen häufig nicht in der unmittelbaren Gegenwart. Ich versuche meistens zu vermeiden, dass sie zu stark an aktuelle technische Entwicklungen oder kurzlebige Trends gebunden sind. Das schützt zwar nicht vollständig vor Recherchefragen, macht die Texte aber hoffentlich etwas weniger schnell alt.
Der Deal ist inzwischen vorbei. Und er lief, um es freundlich auszudrücken, ziemlich bescheiden. Oder genauer gesagt: Er lief scheiße.
Zu den Hintergründen: Es handelte sich um einen Wochendeal. Amazon bewirbt diese Aktionen nicht zusätzlich per Mail, wie bei einem Tages-Deal. Wer davon erfahren möchte, muss also gezielt die Angebotsseite aufrufen und dann das Buch dort erst einmal finden.
Genau das war bei GLYN: Silberstaub und Feuerklinge vermutlich Teil des Problems. Schon vor dem Deal stand das Buch im Ranking ziemlich weit hinten. Entsprechend wurde es auf der Angebotsseite erst auf Seite fünf angezeigt. Das ist zwar technisch gesehen Sichtbarkeit, praktisch aber nichts.
Ich hatte mir von der Aktion etwas mehr versprochen. Nicht unbedingt einen explosionsartigen Sprung an die Spitze sämtlicher Verkaufslisten, aber zumindest spürbar mehr Verkäufe und neue Leser:innen.
Das ist nicht passiert, obwohl ich den Deal zusätzlich über Buchdeals beworben habe.
Eine mögliche Erklärung ist allerdings, dass mir meine eigene Gratisaktion von vor ein paar Monaten ein wenig in die Quere gekommen ist. Damals wurde GLYN: Silberstaub und Feuerklinge sehr häufig heruntergeladen und so hatten viele grundsätzlich Interessierte das Buch vielleicht längst auf ihrem Kindle liegen.
Was natürlich schön wäre, wenn sie das Buch irgendwann auch lesen. Für einen späteren Kindle Deal ist es jedoch tendenziell eher ungünstig, wenn ein großer Teil der erreichbaren Zielgruppe das Buch schon kostenlos eingesammelt hat.
Jedenfalls hat sich wieder einmal gezeigt, dass eine Aktion keine Erfolgsgarantie ist. Mehr Sichtbarkeit bedeutet nicht automatisch mehr Verkäufe. Und eine zusätzliche Werbemaßnahme bedeutet ebenfalls nicht, dass ein Buch plötzlich von selbst losrennt. Das ist enttäuschend, gehört aber ebenfalls zum Autorenalltag.
Tauche ein in die Urban Fantasy-Welt von GLYN – mit frechen Feen, cleveren Hexen und einem Abenteuer, das Grenzen sprengt. Bereit für eine Reise in die Anderswelt?
Zwischen abgeschlossenem Verlagsmanuskript, gesundheitlicher Dauererschöpfung und Alltag frage ich mich immer häufiger, wie andere Autor:innen ihre Bücher in ihrem Alltag unterbringen.
In vielen Schreibtipps klingt es ja so, als müsse man nur die richtige Routine finden: jeden Tag zur gleichen Zeit schreiben, Ablenkungen ausschalten, ein festes Wortziel setzen und die Schreibzeit konsequent verteidigen.
Das kann funktionieren, aber eben nicht für jeden.
Nicht jeder Alltag ist planbar, und nicht alle Menschen verfügen jeden Tag über die gleiche Zeit oder Energie. Manche arbeiten im Schichtdienst, kümmern sich um Kinder oder Angehörige, leben mit chronischen Erkrankungen, Behinderungen oder Neurodivergenz. Andere können nur an Wochenenden schreiben oder arbeiten lieber in längeren, intensiven Schreibphasen statt nach einer täglichen Routine. Und manchmal ist der Wille durchaus vorhanden, während der eigene Körper einem einen Strich durch die Rechnung macht.
Deshalb möchte ich in einer neuen Blogreihe mit Autor:innen darüber sprechen, wie ihre Bücher tatsächlich entstehen – nicht unter Idealbedingungen, sondern im echten Leben.
Mich interessiert dabei unter anderem:
Für diese Reihe suche ich Autor, die bereit sind, Einblicke in ihren Schreiballtag zu geben. Besonders interessieren mich unterschiedliche Lebens- und Arbeitsrealitäten: Schreiben neben einem Vollzeit- oder Teilzeitjob, mit Kindern oder Care-Arbeit, im Schichtdienst, mit schwankender Belastbarkeit oder zwischen mehreren beruflichen und kreativen Tätigkeiten.
„Besonders“ muss dabei nicht spektakulär bedeuten. Mich interessieren gerade auch die unscheinbaren Lösungen: das Schreiben am Küchentisch oder am Handy, eine halbe Stunde zwischen zwei Terminen oder ein Manuskript, das mehrere Wochen warten muss, weil das Leben gerade andere Pläne hat.
Geplant sind schriftliche Interviews, möglicherweise aber auch einzelne Gastbeiträge. Willkommen sind sowohl Selfpublisher:innen als auch Verlagsautor:innen aus unterschiedlichen Genres.
In den nächsten Wochen stehen bei mir also einige Überarbeitungen an, sowohl beim Verlagsmanuskript als auch bei der Weihnachtsgeschichte. Dazu kommen die Überlegungen für die nächste Messe, nämlich die Frankenbuch 2026 in Nürnberg, wo der Tisch – so weit ich mich erinnere – noch kleiner ist als auf der Seitenzauber. Langweilig wird mir jedenfalls nicht, und notfalls habe ich immer noch das nächste GLYN-Buch, an dem ich weiterarbeiten kann. Vor allem bin ich aber gespannt, wie die neue Blogreihe ankommt.
Schreibt ihr regelmäßig nach einem festen Plan – oder eher dann, wenn Zeit, Energie und Geschichte zufällig gleichzeitig mitspielen? Und falls ihr euren Schreiballtag in der Reihe vorstellen möchtet: Meldet euch gern bei mir.
Beim Weltenwanderer Blog bin ich auf einen interessanten Beitrag zur Kennzeichnung von Rezensionsexemplaren gestoßen. Darin geht es darum, wann Rezensionen auf Blogs und Social Media als Werbung gekennzeichnet werden müssen – und weshalb der Hinweis „Rezensionsexemplar“ allein möglicherweise nicht ausreicht.
Das Thema dürfte nicht nur für Buchblogger:innen interessant sein, sondern auch für Autor:innen, die Rezensionsexemplare vergeben.
Zum Beitrag: Müssen Rezensionsexemplare als Werbung gekennzeichnet werden?
Viele Grüße
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Ich bin Catrina Seiler, Autorin und Bloggerin. Hier im Blog schreibe ich über Bücher, Lesen und digitale Buchthemen und daneben natürlich auch meine eigenen Geschichten.
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