Es ist mal wieder Zeit für den Autorenalltag, denn hinter den Kulissen passiert gerade erstaunlich viel. Nichts davon wäre einen eigenen Blogartikel wert, zusammen kommt aber eine recht brauchbare Mischung aus abgegebenen Manuskripten, Überarbeitungen, Coverentwürfen, Buchmessen, Bürokratie und der Erkenntnis zusammen, dass digitales Malen noch genauso zäh ist, wie ich es in Erinnerung hatte.
Bei FB ist der nächste große Schritt geschafft: Das Manuskript liegt inzwischen nicht nur beim Verlag, sondern bereits bei der Lektorin. Damit bin ich an der Stelle erst einmal raus und warte gespannt, was sie mir um die Ohren haut.
Auch beim Cover ist inzwischen einiges passiert: Ich habe die ersten Entwürfe gesehen und hatte durchaus etwas zu meckern. Nicht grundsätzlich, aber an einigen Stellen passte es noch nicht zu dem, was ich mir vorgestellt hatte. Bei einem Verlagsprojekt habe ich beim Cover natürlich weniger Mitspracherecht als im Selfpublishing. Der Verlag hat seine eigenen Vorstellungen davon, was sich verkauft; beim Titel war das bereits ähnlich. Ob ich diese Einschätzung immer teile, ist eine andere Frage. Meine Vorstellungen habe ich trotzdem kommuniziert, und jetzt bin ich gespannt, wie sich das Cover weiterentwickelt.
Bei FB heißt es also warten. Was für mich gar nicht so schlecht ist, denn auf meinem eigenen Schreibtisch liegt genug Arbeit.
Auch bei EKW bin ich in meinem Urlaub einen deutlichen Schritt weiter: Der Rohentwurf ist fertig, d.h. ich habe es geschafft, die fehlenden Kapitel zu schreiben. Wobei „fertig“ bei einem Manuskript natürlich ein dehnbarer Begriff ist. Die Geschichte steht von Anfang bis Ende, aber bevor ich sie guten Gewissens aus der Hand geben kann, muss ich sie noch einmal gründlich durcharbeiten.
Dennoch habe ich bereits bei Dominique Dohl vom Korrektorat Rechtschreibretter, die bereits „Rückwärts nach vorn“ korrigiert hat, nach einem Termin angefragt und hatte erfreulicherweise Glück: Sie konnte mir einen ziemlich nahen Termin anbieten. Das ist einerseits großartig, weil ich ja immer noch plane, dieses Buch in diesem Jahr noch herauszubringen (idealerweise zum Weihnachtsgeschäft, es ist ja eine Weihnachtsgeschichte!). Andererseits heißt es jetzt auch, dass ich mich jetzt sputen sollte.
Der erste Durchgang ist da (Stand Ende August) inzwischen geschafft. Dabei verschwanden nach und nach auch meine damaligen sprachlichen Lieblingskonstruktionen. Besonders beliebt waren da Varianten wie „Er wusste, dass …“ und „Sie ahnte, dass …“ – keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht habe, vielleicht sollten die Protagonisten mal besonders deep wirken und ich dachte: Je komplizierter ich ihre Gedanken schreibe, desto besser.
Aktuell bin ich dabei, die Geschichte noch einmal zu lesen, um sie schließlich ins Korrektorat zu geben.
Eine Sache finde ich dabei übrigens besonders toll: EKW ist ja kein neues Projekt, sondern eines, das schon eine ganze Weile herumlag (seit 2019). So ein altes Manuskript wieder hervorzuholen und festzustellen, dass ich es mit meinem heutigen Können tatsächlich überarbeiten kann, hat etwas ausgesprochen Befriedigendes. Natürlich sehe ich inzwischen an allen möglichen Stellen, was ich heute anders machen würde, aber zumindest stoße ich bisher auf keine größeren strukturellen Probleme, die eine grundlegende Überarbeitung nötig machen, wenn man von modernen Plotkillern wie WhatsApp absieht. Ich muss also tatsächlich nur überarbeiten und nicht ein vollkommen neues Buch schreiben.
Bei einem anderen Projekt (nennen wir es SW), das ich mir die Tage auch wieder angesehen hatte, sieht das leider etwas anders aus. Dort hatte damals ein Verlag einen größeren Änderungswunsch, den ich damals bereitwillig ins Manuskript eingearbeitet habe – muss ich weiter ausführen, dass genau das zu weiteren Problemen geführt hat, die letztlich zur Absage beigetragen haben?
Diese strukturellen Probleme ließen sich heute vermutlich ebenfalls lösen, aber nicht so locker-flockig nebenbei wie bei EKW. Bei EKW fühlt es sich eher so an, als würde ich ein altes Projekt mit mehr Erfahrung aufpolieren und genau das macht überraschend viel Spaß. Ich hoffe nur, dass man dem Buch am Ende auch anmerkt, wie viel Spaß ich beim Schreiben und Überarbeiten hatte.
Vielleicht bringe ich ja auch zum Release einmal einen Beitrag darüber, wie sich einzelne Szenen verändert haben: Stand 2019, Überarbeitung (unter welchen Aspekten etc. pp.) und nach Korrektorat? Wäre das mal interessant?
Für meine geplante Blogreihe Wie schreiben Autor:innen im echten Leben? suche ich übrigens weiterhin Freiwillige. Der bisherige Andrang ist überschaubar.
Dabei geht es gar nicht um den einen richtigen Schreibprozess, sondern genau um das Gegenteil: Wie unterschiedlich Autor arbeiten, planen, schreiben, überarbeiten und welche kleinen Eigenheiten sich dabei eingeschlichen haben. Wer also Lust hat, einen Einblick in den eigenen Schreiballtag zu geben, darf sich weiterhin sehr gern melden.
Mein PC sorgte übrigens auch für einen Schreck: Nach vier Jahren war der Lüftermotor durch. Das passende Ersatzteil gab es natürlich nicht mehr, also habe ich ein ähnliches Modell bestellt und beim Einbau kurz wegen des Anschlusses geschwitzt. Hat zum Glück funktioniert, weniger lustig war der anschließende Festplattencheck nach dem harten Reset. Es ist nichts passiert, aber trotzdem: Sichert eure Daten. Gerade bei Manuskripten ist das wirklich keine optionale Freizeitbeschäftigung.
Dann wäre da noch die PPWR. Innerhalb Deutschlands müsste ich mich jetzt genauer mit den Angaben zu meinen Versandverpackungen beschäftigen, ins Ausland verschicke ich vorerst einfach gar nicht mehr. Österreich war bei mir ohnehin schon länger raus, weil es dort bereits seit 2023 eine Bevollmächtigtenpflicht gilt. Das hat mich allerdings noch nie eingeschränkt, weil noch nie jemand aus Österreich bei mir bestellen wollte 😉
Für den Moment gilt deshalb ganz pragmatisch: Versandpause. Besucht mich auf Buchmessen, da kann ich euch die Bücher einfach direkt in die Hand drücken.
Apropos Buchmessen: Für die Büchenbacher Buchmesse ist die Rechnung inzwischen bezahlt, damit ist die Teilnahme dort offiziell.
Für die Seitenzauber Buchmesse 2027 hatte ich mich außerdem bereits Anfang August für das digitale Werbepaket angemeldet. Die Werbedaten sind inzwischen abgeschickt, und die Rechnung ließ natürlich ebenfalls nicht lange auf sich warten. Jetzt bin ich gespannt, ob ich es dieses Mal tatsächlich ins Programmheft schaffe 😉
Und dann rückt natürlich auch die FrankenBuch immer näher. Falls ihr mich dort besuchen wollt: Ich habe zur Messe bereits einen eigenen Beitrag mit allen Infos geschrieben – den verlinke ich euch hier noch einmal: FrankenBuch 2026: Mit Büchern im Gepäck nach Nürnberg. Vielleicht sehen wir uns ja vor Ort?
Viele Grüße
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Ich bin Catrina Seiler, Autorin und Bloggerin. Hier im Blog schreibe ich über Bücher, Lesen und digitale Buchthemen und daneben natürlich auch meine eigenen Geschichten.
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