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Recap FrankenBuch 2026

Vom September in den Oktober: Recap FrankenBuch, Lektorate und neue Pläne

Anfang September habe ich zuletzt aus meinem Autorenalltag berichtet. Damals war das Manuskript fürs Verlagsbuch gerade im Inhaltslektorat, EKW auf dem Weg ins Korrektorat und die FrankenBuch in Nürnberg lag noch vor mir. Inzwischen sind beide Manuskripte wieder bei mir, die FrankenBuch ist vorbei und zumindest bei einem der Bücher stellt sich langsam die Frage, ob nicht langsam das Cover fertig werden sollte.

Bevor der Oktober beginnt, wird es also Zeit für einen Rückblick auf die letzten Septemberwochen und auf die Dinge, die in den nächsten Wochen anstehen.

Recap FrankenBuch 2026 in Nürnberg: Andere Bücher, andere Käufer?

Am 26. September war ich auf der Frankenbuch in Nürnberg. Große Erwartungen hatte ich im Vorfeld nicht. Mein Ziel bei Buchmessen ist inzwischen ohnehin ziemlich pragmatisch: Ich habe zu viele Bücher zu Hause und zu wenig Platz. Alles, was auf einer Messe einen neuen Besitzer findet, muss anschließend nicht wieder mit zurück.

Trotzdem hatte ich bei einer Buchmesse mitten in Nürnberg mit etwas mehr gerechnet. Der Messeumsatz reichte am Ende immerhin für Standgebühr und Parkhaus. Was darüber hinaus übrig blieb, hat die Familie anschließend verfressen. Finanziell habe ich also nicht draufgezahlt und ein paar Bücher weniger im Haus.

Überrascht hat mich vor allem, welches Buch dieses Mal mein „Bestseller“ wurde.

Der Verkaufshit war nämlich Scherben und Weglicht 1. Das Buch hatte ich auf den letzten Messen eher erfolglos hin- und hergeschleppt. Vielleicht liegt es daran, dass Fantasy plus Krimi nicht für jeden sofort eine naheliegende Kombination ist oder daran, dass es sich um den ersten Teil einer Dilogie handelt. Jedenfalls hatte ich für Nürnberg nur fünf Exemplare eingepackt.

Und ausgerechnet die zogen dieses Mal das Interesse auf sich. Jedes Mal wies ich darauf hin, dass Scherben und Weglicht der erste Teil einer Dilogie ist. Das hat die Käufer:innen offensichtlich nicht abgeschreckt, was mich natürlich freut. Effies Geschichte ist nämlich der Einstieg ins GLYN-Universum, den ich mir eigentlich vorgestellt habe statt des früher erschienenen Silberstaub und Feuerklinge.

Auch der Rest passte nicht so recht zu meinen bisherigen Messeerfahrungen (von dem Backsteindaseins Silberstaubs mal abgesehen). Zweimal wurde der Troll gekauft und kurz vor Ende fand tatsächlich noch ein Exemplar von Rückwärts nach vorn einen neuen Besitzer. Gerade Rückwärts nach vorn und Alpaka 66 waren eigentlich meine zuverlässigen Messebücher.

Und ja, ihr lest tatsächlich richtig: Ich habe nur acht Bücher verkauft.

Woran es genau lag, kann ich natürlich nicht sagen. Von anderen Aussteller:innen habe ich gehört, dass die erste FrankenBuch für sie deutlich besser gelaufen sein soll und inzwischen habe ich mehrfach gelesen, dass auch andere Aussteller:innen von ungewöhnlich niedrigen Verkäufen erzählen.

Dabei wären die Voraussetzungen eigentlich gar nicht so schlecht gewesen. Rund um die Insel Schütt war an diesem Wochenende einiges los, unter anderem das Jugend-Fischerstechen und der Sommerstrand. Potenzielle Laufkundschaft war also durchaus vorhanden. Von außen habe ich allerdings keine Werbung oder Beschilderung wahrgenommen, die vorbeikommende Menschen auf die Buchmesse aufmerksam gemacht hätte, obwohl diese sogar kostenlos war.

Auch im Gebäude selbst fand ich die Orientierung nicht besonders einfach. Die Stände waren über mehrere Stockwerke beziehungsweise Ebenen verteilt, mein eigener befand sich auf der Musikebene. Eine deutliche Ausschilderung, die Besucher:innen durch die verschiedenen Bereiche geführt hätte, ist mir nicht aufgefallen. Ich kann deshalb schlecht einschätzen, wie viele Menschen überhaupt bis zu uns gekommen sind. Wer sich in der Stadtbibliothek nicht auskennt, musste jedenfalls erst einmal herausfinden, wo es noch weitere Aussteller:innen gab. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Ich fand mich dort nicht zurecht.

Ob mehr Außenwerbung und eine bessere Besucherführung am Ende tatsächlich für mehr Buchverkäufe gesorgt hätten, weiß natürlich niemand. Auffällig ist aber, dass genau diese Punkte auch von anderen Aussteller:innen nach der Messe angesprochen wurden (und tatsächlich bereits als Feedback fürs vorherige Jahr abgegeben worden waren). Mein Eindruck, dass an diesem Samstag deutlich mehr hätte gehen können, ist also zumindest kein Einzelfall.

Meine eigene Vorbereitung auf die Messe war allerdings auch eher durchwachsen und ja, trotz eigenem Merkblatt. Von Rückwärts nach vorn hatte ich nämlich nur fünf Exemplare dabei. Ich war der festen Überzeugung, auf der Seitenzauber weniger davon verkauft zu haben, und hatte deshalb gar nicht daran gedacht, meinen tatsächlichen Bestand zu überprüfen. Lustigerweise habe ich mir genau wegen solcher Dinge nach der Seitenzauber aufgeschrieben, wie es aktuell mit den Büchern in meinen Kisten aussieht.

Meine Plüschalpakas hatte ich ebenfalls vergessen. Genauso wie die Ansichtsexemplare, die ich eigentlich mitnehmen wollte – vor allem für Rückwärts nach vorn. Am Ende war das allerdings eh egal.

Menschlich war der Tag dafür sehr nett. Ich habe mich ausführlich mit meiner Standnachbarin Anja Lehmann unterhalten, außerdem mit Conny Albert aus dem Papyrusforum und zwischendurch mit einigen anderen Autor:innen und Besucher:innen.

Unterm Strich also: Stand und Parkhaus wieder drin, ein paar Bücher weniger zu Hause, nette Gespräche geführt und den übrigen Umsatz hat die Familie verfressen. Es gibt schlechtere Möglichkeiten, einen Samstag zu verbringen, auch wenn ein bisschen mehr Publikum und Messeumsatz durchaus nett gewesen wären.

Überblick - Dekorationstalent nach wie vor ausbaufähig
Überblick - Dekorationstalent nach wie vor ausbaufähig
Mein Stand in der Nahaufnahme
Mein Stand in der Nahaufnahme

EKW: Das Korrektorat ist zurück

Inzwischen ist das Korrektorat zurück und ich werde die Änderungen jetzt einpflegen. Textlich nähert sich das Buch damit tatsächlich ziemlich deutlich der Ziellinie.

Beim Cover sieht es leider etwas anders aus. Die beiden Protagonisten sind inzwischen fertig. Damit bin ich auch zufrieden. Mein Problem ist der Hintergrund, denn irgendwie muss ich aus den einzelnen Bestandteilen noch ein fertiges Cover zaubern. Daran scheitere ich aktuell noch, denn die eigentlich angedachte Vektorsilhouette ist nicht so weihnachtlich und bunt wie eine gezeichnete Budenreihe. Ich mag die klare Vektorsilhouette, allerdings für die Zielgruppe … mhm!

Daher wird die Anschaffung eines iPads immer verlockender. Das liegt selbstverständlich nicht daran, dass der Algorithmus inzwischen verstanden hat, womit er mich bekommt, und mir ständig irgendwelche großartigen Procreate-Brushes vorsetzt.

Falls mir für den gemalten Hintergrund nichts einfällt, werde ich vermutlich doch auf eine Variante mit Vektorsilhouette zurückgreifen. Dann hätte das Buch tatsächlich ein Cover und könnte veröffentlicht werden.

Und genau dabei interessiert mich eure Meinung: Wie steht ihr zu einem Stil-Mix auf Buchcovern? Stört es euch, wenn beispielsweise Vektorfiguren mit gezeichneten Elementen kombiniert werden? Oder ist euch letztlich nur wichtig, dass das fertige Cover als Ganzes funktioniert?

Und das Verlagsbuch?

Anfang September schrieb ich noch, dass ich gespannt bin, was mir meine Lektorin beim Inhaltslektorat um die Ohren haut. Inzwischen weiß ich es und es ist zum Glück nichts wirklich schwerwiegendes.

Dafür gibt es eine ganze Reihe kleinerer Stellschrauben, an denen ich vermutlich drehen muss. An einigen Stellen geht es um das Thema Realitycheck, an anderen darum, ob bestimmte Dinge für Leser wirklich so ersichtlich sind, wie sie es eigentlich sein sollten – oder eben nicht. 

Für die Überarbeitung habe ich noch etwas Zeit. Bis Anfang November möchte ich das Inhaltslektorat eingearbeitet haben. Zuerst steht jetzt allerdings EKW auf dem Programm, denn das soll schließlich noch dieses Jahr erscheinen.

Gesundheitlich läuft es noch nicht ganz so rund

Ein weniger erfreuliches Dauerthema ist momentan meine Gesundheit. Wirklich besser geworden ist es leider noch nicht, weshalb ich noch einmal einen kleinen Ärztemarathon vor mir habe.

Immerhin klingt die Sehnenscheidenentzündung langsam ab. Dass sie noch nicht vollständig verschwunden ist, konnte man auf der FrankenBuch allerdings sehr schön an meinen Signaturen erkennen. Nach mehr als fünf Jahren als Autorin und diversen Buchmessen sollte ich meinen Namen halbwegs routiniert in ein Buch bekommen, aber jede Signatur am Samstag sah eher so aus, als hätte ich gerade erst schreiben gelernt.

Vor Weihnachten ist erst einmal Halloween

Und falls ihr den Oktober mit einem Ausflug ins GLYN-Universum verbringen wollt, passt Silberstaub und Feuerklinge tatsächlich ziemlich gut in die Jahreszeit. Das Buch beginnt nämlich auf einer Halloweenparty und dass diese Party nicht ganz so verläuft, wie die Beteiligten sich ihren Abend vorgestellt haben, dürfte wenig überraschen.

Magie, Geheimnisse & ein Hauch Chaos!

Tauche ein in die Urban Fantasy-Welt von GLYN – mit frechen Feen, cleveren Hexen und einem Abenteuer, das Grenzen sprengt. Bereit für eine Reise in die Anderswelt?

3x GLYN

Was kommt danach?

Zunächst steht fest, was in den nächsten Wochen passieren muss: Das Korrektorat von EKW muss eingepflegt werden und ich muss dieses Coverproblem lösen. Danach wartet das Inhaltslektorat des Verlagsbuchs.

Interessanter ist die Frage, was danach kommt.
Ideen für weitere Unterhaltungsromane hätte ich. Zwei davon habe ich bereits etwas ausführlicher ausgearbeitet und beide könnten irgendwann zu einem Buch werden. Momentan tendiere ich trotzdem dazu, als Nächstes wieder ins GLYN-Universum zurückzukehren, denn dort wird es langsam Zeit für ein neues Buch.

Ganz unabhängig davon schwirren mir allerdings noch ein paar größere Pläne im Kopf herum. Projekte, bei denen es nicht nur darum geht, welche Geschichte ich als Nächstes erzählen möchte, sondern bei denen ich mir ganz bewusst ein Ziel setzen und schauen will, ob ich es erreichen kann. Manche davon hängen an einem bestimmten Buch, andere eher daran, was ich mit meinen Büchern langfristig noch erreichen möchte. Ob und wann daraus etwas wird, steht auf einem anderen Blatt, aber langweilig dürfte mir in den nächsten Jahren eher nicht werden.

 

Viele Grüße

unterschrift catrina weiss
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Wer schreibt hier?

Ich bin Catrina Seiler, Autorin und Bloggerin. Hier im Blog schreibe ich über Bücher, Lesen und digitale Buchthemen und natürlich auch über meine eigenen Geschichten.

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Autorin & Bloggerin über Bücher und den ganzen Zirkus drumherum: Lesen, Schreiben, Buchmarketing – und warum nichts davon mal schnell geht.

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