Schreiben neben dem Beruf ist oft leichter gesagt als getan. Zwischen Kundenaufträgen, Familie und alltäglichen Verpflichtungen bleibt für die eigenen Geschichten nicht immer viel Zeit. Doch was passiert, wenn schon der Brotjob Kreativität verlangt und nicht nur die Zeit, sondern auch die Energie fürs Schreiben knapp wird?
Dirk Hesse ist freiberuflicher Designer und Web-Entwickler, Blogger und Selfpublisher. Das Schreiben gehört für ihn fest zum Leben, muss sich seinen Platz aber zwischen Kundenaufträgen, Familie und anderen Verpflichtungen suchen.
Für meine Interviewreihe Schreiben im echten Leben habe ich mit Dirk darüber gesprochen, wie er seinen Schreiballtag organisiert, was sich seit seinen ersten Büchern verändert hat und wie er damit umgeht, wenn Zeit, Energie und die eigenen Ansprüche nicht so recht zusammenpassen.
Dirk Hesse gehört zur ersten Generation deutschsprachiger Blogger und ist bis heute unter www.ligneclaire.de aktiv, wo er über alles bloggt, was ihn interessiert, etwa Popmusik, gute Bücher oder Geschichte.
2021 erschien sein erster Roman, die dystopische Near-Future-Geschichte »Die Lehrerin«. Im Sommer 2023 folgte dann »Der Eiskeller«, eine phantastische Erzählung für Jugendliche (und Erwachsene).
— Dirk Hesse
— Dirk Hesse
Beim Spazierengehen entstehen Gedanken, die später ausgearbeitet werden.
Das Tablet schafft Abstand zum beruflichen Arbeitsplatz.
Keine starren Schreibzeiten, aber ein gemeinsames Mittagessen.
Wenn er sich beim Schreiben festbeißt, hilft es ihm, die eigenen Ansprüche mit etwas mehr Gelassenheit zu betrachten.
Gewalt in den Städten, verlassene Dörfer und ein Staat, der immer weniger handlungsfähig ist. Es herrscht Angst vor einem Umsturz. Wer kann, lebt längst in bewachten Communities. Andere klammern sich an religiöse Heilsversprechen.
Die junge Becca ist nirgends zugehörig und schlägt sich mit tristen Jobs durch. Als sich ihre Welt mehr und mehr auflöst, sind ihr Hund Bugler und der Schlüssel zu einem Haus im Wald schließlich alles, was ihr bleibt. Sie trifft eine Entscheidung. Doch Gewalt und die Vergangenheit verfolgen sie. Und dann tritt ein kleines Mädchen in ihr Leben.
Eine Geschichte über Abschied, Liebe und Loyalität aus einer Zukunft, die nicht weit entfernt ist.
Das Land stand in Flammen. Die Kontrolle ist in neuen Händen. Becca besitzt nichts mehr außer der Kleidung am Leib und lässt auch noch die ziehen, die sie liebt. Sie will nicht alleine zurückbleiben. Als sie auf eine alte Freundin trifft, geben sie sich gegenseitig Halt. Auf ihrer Reise ins Ungewisse haben sie eine Verbündete auf vier Rädern: die »Sandkatze«.
»Der zweite Sommer« handelt von Freundschaft, Hoffnung und der Frage, was Heimat bedeutet. Von gewöhnlichen Leuten vor dem Hintergrund eines verwahrlosten Europas der nahen Zukunft, aus dem die Menschlichkeit noch nicht ganz verschwunden ist.
Wie schaffen es andere Autorinnen und Autoren, zwischen Beruf, Familie und Alltag an ihren Geschichten zu arbeiten? In meiner Reihe Schreiben im echten Leben sammle ich unterschiedliche Einblicke in den Schreiballtag.
Vielen Dank an Dirk für die Einblicke in seinen Schreiballtag!
Wie unterschiedlich unsere Lebensumstände auch sein mögen: Die Zeit zum Schreiben fällt selten einfach vom Himmel. Irgendwo zwischen Beruf, Familie und allem, was sonst noch erledigt werden will, müssen wir unseren Geschichten ihren Platz schaffen. Und manchmal klappt das besser, manchmal eben nicht.
Genau darum geht es bei „Schreiben im echten Leben“: nicht um den perfekten Schreiballtag, sondern darum, wie unterschiedliche Menschen das Schreiben tatsächlich unterbringen.
Wie sieht das bei euch aus? Was kommt euch beim Schreiben am häufigsten dazwischen?
Viele Grüße
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Ich bin Catrina Seiler, Autorin und Bloggerin. Hier findest du Artikel rund ums Schreiben und Veröffentlichen, und wenn du lieber Geschichten liest als über sie nachzudenken, auch meine Romane.
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