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#WMDEDGT​ | 5. Juli – Ich nehme euch auf meinen Tag mit

#WMDEDGT​ | 5. Juli – Ich nehme euch auf meinen Tag mit

Heute mache ich bei mit – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ – und dokumentiere meinen 5. Juli so, wie er wirklich ist: mit Sonntags-Alltag (unter der Woche komme ich zu so etwas einfach nicht), Autorinnenkram, kleinen To-dos, vielleicht etwas Schreiben und garantiert keinem perfekt inszenierten Produktivitätstheater. Kommt mit durch meinen Sonntag und schaut mir ein bisschen über die Schulter.

Nach dem Aufstehen

Kurz vor sechs war ich wach und habe mich erst einmal fertig gemacht, bevor ich mit dem ersten Kaffee an den PC gegangen bin. Der Kaffee war von gestern, also wenig Begeisterung darüber, aber zum Wegschütten einfach zu schade (und teuer), außerdem gibt es eine Mikrowelle.

Eigentlich wollte ich direkt die Änderungen in den Text einpflegen, die mir beim abendlichen Lesen meines aktuellen Projekts FB aufgefallen sind.
Die aktuelle Fassung landet dafür meistens in meiner Kindle-App – wie ich Manuskripte auf den Kindle lade, habe ich hier schon einmal erklärt – und dort fallen mir Fehler oft besser auf als direkt am PC.

Aber erst einmal durfte aber der PC hochfahren und das dauert seit gestern gefühlt einen Ticken länger, weil ich Obsidian direkt in den Autostart gepackt habe. Obisidian? Ja, genau.
Gestern habe ich nämlich meinen Autorenordner kurzerhand in einen Vault verwandelt. Inklusive Aufräumen, einer Art Roadmap für meine Autorenkarriere (*lol* – Planen kann ich) und vor allem einer TODO-Liste für alles, was ich dringend, demnächst, irgendwann oder am besten gestern erledigen müsste. Und wenn ich meine neue TODO-Liste schon ernst nehmen will, muss sie mich schließlich auch sofort vorwurfsvoll anschauen, weshalb ich auf den Autostart zurückgegriffen habe. Mal schauen, wann es mich zu sehr nervt 😉

Bisher habe ich diese Liste auf Papier geführt. Für jeden Monat gab es die TODOs mit einem kleinen Kästchen davor zum Abhaken. OneNote wäre wahrscheinlich naheliegender gewesen, da ich es bereits auf Handy und PC habe, aber beruflich habe ich mittlerweile so viel mit .md-Dateien zu tun, dass ich Obsidian einfach mal ausprobieren wollte. Die fehlende Synchronisation (es gibt Obsidian-Sync, was monatlich Geld kostet) ist jetzt aber nicht so der Gamestopper, da ich am Handy ohnehin nicht sonderlich gut arbeiten kann, von daher erst einmal vernachlässigbar.

Mit dem zweiten (frischen) Kaffee wurde es dann tatsächlich ernst. Ich habe die Textänderungen eingepflegt und mich anschließend an den nächsten Beat in Kapitel 37 gesetzt. Dort versuche ich jetzt, den nächsten losen Faden wieder aufzunehmen und ihm am Ende hoffentlich einen ordentlichen Knoten zu verpassen.

„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ – kurz WMDEDGT – fragt Frau Brüllen am Fünften eines Monats. Es folgt der Tradition des Tagebuchbloggens, wie man es früher öfter gefunden hat. Im Blog von Frau Brüllen werden die Beiträge gesammelt.

Tagesplanung

Gegen neun ließ der Schreibflow langsam nach, also war es Zeit für die Tagesplanung. Der Plan: eine kürzere Wanderroute in der Nähe finden, die nicht gleich nach „Wir packen Proviant für drei Tage und verabschieden uns vorsorglich von unseren Angehörigen“ klingt und nach Möglichkeit nicht Richtung Roth zeigt (immerhin ist da heute die Challenge Roth). Fündig geworden sind wir tatsächlich auch, nachdem ich den ersten Vorschlag mit „Da waren wir schon“ abgeschmettert habe. Die Route wird vermutlich im Laufe des Tages noch aufgesucht. Stay tuned … für hoffentlich eine Vielzahl langweiliger Pflanzen-, Schnecken- und Pilzfotos? 😉

Erst einmal habe ich aber weitergeschrieben, während ein Teil der Familie zum Fahrradparcours aufgebrochen ist, um sich schon einmal ein bisschen auszutoben. Sehr vernünftig. Wenn alle Energie loswerden, kann ich vielleicht in Ruhe noch ein paar Sätze schreiben, immerhin gibt es eine Deadline für Projekt FB.

Rund ums Mittagessen

Danach hieß es erst einmal: ein bisschen Garten. Wir sind nämlich immer noch nicht ganz mit dem „Aufräumen nach dem Winter“ fertig – was natürlich deutlich dramatischer klingt, als es ist, aber wenn man vorher einfach konsequent nichts macht, entstehen irgendwann solche Ecken. Nebenbei habe ich angefangen, meine Feigen-Jungpflanzen zu sichten, die ich über den Winter aus Steckhölzern gezogen habe.

Die doppelten (Dreifach-, Vierfach- …) Exemplare sollen demnächst bei Kleinanzeigen ein neues Zuhause finden. Nach zwei Anzeigen inklusive Fotos und dem üblichen Frondienst für den Mann – Bambus schleppen – ging es dann ans Mittagessen: Käsespätzle. Verdient, möchte ich sagen, allerdings gab es für mich Reste von gestern (Nudeln in Pilz-Rahmsoße).

Ein Platz für Feigen

Nachdem der Mann seinen geplanten Tagesausflug offenbar wieder vergessen hatte, habe ich mir die kleine Ecke neben dem Hühnerstall vorgenommen. Dort wurde freigeräumt, zurechtgerückt und schließlich mit vier Quadratsteinen ein kleiner Platz für eine Kübelpflanze gebaut. Eine Feige natürlich. Hilfe gab es keine – abgesehen davon, dass der Mann kurz seine Tomatensetzlinge angehoben hat, damit ich mir vier Steine vom Stapel nehmen konnte. Teamwork, aber in homöopathischer Dosierung, wie immer. Aber immerhin die gewohnten Kommentare, ob das wirklich sein muss und dass ich ja auf das Zwiebelbeet der Kinder aufpassen soll. Kennt man. Meine Vorliebe für Steinumrandungen und kleine steinerne Präsentierteller für Pflanzen wird hier im Haus eben nicht von allen gleichermaßen gewürdigt.

Sonntagsausflug zur Alten Veste (Zirndorf)

Irgendwann fiel dem Mann dann doch noch ein, dass er eigentlich eine kleine Wanderung machen wollte. Nachdem alles gepackt war, ging es also nach Zirndorf, um sich die Alte Veste anzuschauen. Ich war ja etwas irritiert, dass das offenbar dieses Ding ist, das man von der Südwesttangente aus immer sieht, aber gut: Ich habe eben doch den Orientierungssinn einer Kartoffel.

Blöderweise gab es direkt am Parkplatz einen ziemlich tollen Spielplatz, was unseren Wanderungsstart geringfügig verzögert hat. Nur das Argument, dass wir auf dem Rückweg ja wieder dort vorbei müssen, konnte uns schließlich vom Kindergeschrei befreien. Danach ging es durch den Wald hinauf zur Alten Veste, dem Zirndorfer Wahrzeichen mit Turm, Aussicht und deutlich mehr Geschichte, als man gehofft hat. Geschichte bedeutet nämlich, dass jedes Schild ausgiebig gelesen werden muss (wobei ich dem Mann zugutehalten muss, dass er sie mittlerweile fotografiert und später liest ;)). 1632 standen sich dort auf jeden Fall im Dreißigjährigen Krieg Wallenstein und Gustav Adolf gegenüber – heute standen dort vor allem wir und versuchten, die Kinder weiterzubewegen.

Zwischendurch tauchten außerdem immer wieder Radfahrer auf, die auf irgendwelchen Cross-/Mountainbike-/Keine-Ahnung-wie-das-heißt-Strecken über Hügel sprangen. Sah gleichermaßen beeindruckend wie gefährlich aus. Und Stechmücken tauchten auch auf.

Bei der Alten Veste haben wir dann dem Biergarten einen Besuch abgestattet. Zwar kündigte sich Regen an, aber letztlich blieben wir und vor allem mein Schokoladensoufflé trocken; die Kalorien, die ich verbrannt habe, durften also gleich wieder drauf. Für die Kinder gab es Schnitzel, was mich daran erinnert hat, dass ich das auch mal wieder machen könnte. Wenn nicht gerade Feigen, Steine oder Kapitel 37 warten …

Wieder Zuhause

Nach dem Heimweg hieß es erst einmal: Tiere versorgen. Die Meerschweinchen wollten frisches Wasser und Futter, und auch der restliche Garten wollte zumindest kurz kontrolliert werden. Der Kommentar zu meinem Podest lautet übrigens: „Musst du überall Steine hinlegen?“.

Danach habe ich die Fotos von der Wanderung gesichtet, um diesen Blogpost noch ein wenig zu bebildern. Ein paar Aufnahmen von der Alten Veste, vom Waldweg und vom Biergarten sind brauchbar geworden. Was leider fehlt: Schnecken- und Pflanzenfotos. Oder vielleicht zum Glück?

Danach habe ich noch eine Weile mit der Gestaltung des Artikels gekämpft. Genauer gesagt mit Flexbox beziehungsweise Raster, bis das Meerschweinchenbild endlich dort saß, wo ich es haben wollte: neben dem Text und nicht irgendwo darunter, darüber oder winzig am Rand. Dabei wurde mir wieder einmal bewusst, dass mein HTML-Wissen an manchen Stellen noch in den 2000ern wohnt. Damals hat man Dinge eben anders gelöst (Tabellen!). Nicht unbedingt schöner, aber anders und ja, ich denke, dass ich es mit einer Tabelle schneller hinbekommen hätte.

Meerschweinchen
Meerschweinchen

Jetzt lassen wir den Tag langsam ausklingen. Ich schreibe diesen Artikel noch zu Ende und denke nebenbei darüber nach, welchen Film wir heute Abend schauen könnten. Mit der Live-Action-Serie von Avatar auf Netflix sind wir leider durch (war nicht so gut wie die erste Staffel), und seitdem ist die Auswahl wieder erstaunlich meh. Enola Holmes 3 war ebenfalls eher meh (die ersten beiden Filme waren besser), also stehe ich filmtechnisch gerade ratlos da und wenn ich mit meinen Comfort-Filmen ankomme, kommt immer die Frage von der Seite: „Schon wieder?“.

Hat irgendwer eine gute Empfehlung?

Gern etwas, bei dem man nach zehn Minuten nicht schon „Ach, ich geh lieber ins Bett“ denkt (bevorzugt Science-Fiction oder Fantasy sowie im Streaming bei Netflix und/oder Prime 😉 ).

Viele Grüße

unterschrift catrina weiss
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Wer schreibt hier?

Ich bin Catrina Seiler, Autorin und Bloggerin. Hier im Blog schreibe ich über Bücher, Lesen und digitale Buchthemen und daneben natürlich auch meine eigenen Geschichten.

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Catrina Seiler

Autorin & Bloggerin über Bücher und den ganzen Zirkus drumherum: Lesen, Schreiben, Buchmarketing – und warum nichts davon mal schnell geht.

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2 Kommentare

  1. Fand Enola nach etwa 30 Minuten ganz okay, jedenfalls nicht so mies wie Avatar, den habe ich abgebrochen. Wobei du vermutlich alle zu emotional finden wirst … hm.

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